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Unter den Leuten wurde er "Tod von Chorin" genannt, was er angeblich als schmeichelhaft ansah.
Dieser Amtmann erhielt eines Tages einen Brief aus Berlin, ließ anspannen und verschwand in einem Berliner Gebäude, in der Nähe des Königstores.
 
Sein Diener Johannes wartete geduldig, bis ihm jemand aus einem Fenster zurief, dass er nach Chorin zurückkehren könne.
Seinen Herren solle er am nächsten Tag abholen, was er auch gehorsam tat. Abzuholen hatte er aber am nächsten Tag einen Sarg, in dem der geköpfte Leichnam seines Herrn lag.

Den hatte man wegen seiner Freveltaten am geheiligten Kloster im geheimen zum Tode verurteilt.
In einer anderen Sage wurde der Amtmann zu einer jährlich vierzehntägigen Haftstrafe auf der Festung Spandau verurteilt, wo er eine schwere Kugel karren musste.

Seinen Grabhügel sollte nach seinem Tode keine Blume, sondern eine steinerne Kugel zieren. Es ist anzunehmen, dass die Sagen um die so arg bestraften Amtsmänner von Chorin erst entstanden, als die Erhaltung von Denkmalen, wie
Chorin, in das Blickfeld der Öffentlichkeit rückte.
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