Kloster Chorin

Geschichte, Geist und Gegenwart

 

 

 

Der Klosterbesitz (2/4)

Streng achteten die Brüder aber auch dann darauf, Überfischung zu vermeiden.

Liepe-Blick auf den Gutshof

Die Pächter erhielten genaue Vorgaben zu Fangmethoden, Maschenweiten und Schonzeiten. Damit sorgten die Mönche für das ökologische Gleichgewicht der Seen, Diese Form von Gewässerschutz wirkt bis in unsere Zeit.

Auch in anderer Weise nutzten die Mönche den Wasserreichtum der Umgebung. Neben der Klostermühle gehörten dem Kloster noch weitere Mühlen. In den uns überlieferten Urkunden werden neun Wassermühlen und eine Windmühle erwähnt.

Der Oderberger Albrechtsberg

Zur Erstausstattung des Klosters gehörte bereits die Ragöser Mühle. Sie ist eindeutig nicht identisch mit der Klostermühle, befand sich aber wohl in der Nähe der heutigen Klosteranlage an der Ragöse.

Ihr genauer Standort ist nicht mehr zu ermitteln. Bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts scheint sie nicht mehr existiert zu haben.

Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Das "Mühlenhaus" und die Ortsbezeichnung "Ragöser Mühle" beziehen sich zweifellos auf spätere Mühlenbauten und geben 

so ebenfalls keinen Anhaltspunkt zur wirklichen historischen Lage der Ragöser Mühle. Von den hervorragenden wasserbautech- nischen Leistungen der Zisterzienser kündet noch heute der Nettelgraben.

Im Kerngebiet des Biosphärenreservates

Dieser künstliche Wasserlauf verbindet den Parsteinsee mit dem Weißen See in Brodowin und dem Amtssee in Chorin, bevor er in die Ragöse mündet.

Mit seiner Hilfe wurden zahlreiche Wiesen trockengelegt sowie der Wasserspiegel der Seen reguliert. Beides war für die Wirtschaftsführung der Zisterzienser von großem Nutzen, denn neben der Fischzucht gehörte die Landwirtschaft zu ihren Hauptarbeitsgebieten.

Im Moor

Inwieweit die Mönche, genauer gesagt, die Konversen, ihren Landbesitz selbst bewirtschafteten, ist nicht genau nachvollziehbar. Überwiegend wird das Kloster jedoch für die Bewirtschaftung seiner Flächen und Anlagen Lohnarbeiter herangezogen haben, zum Teil gaben sie das Land auch an Bauern in Pacht.

Im Biosphärenreservat

Aber auch auf die Einrichtung von Eigenwirtschaften, sogenannte Klosterhöfe oder Grangien, gibt es Hinweise. Bereits bei der Stiftung Mariensees wurden dem Kloster die in der Nähe gelegenen Dörfer Pehlitz und Plawe geschenkt.

 

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