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So stritt man sich bei der Sanierung der Westfassade um die große nunmehr 60 Jahre alte Thuja. Laut Ministerialerlass "wurde sie vor dem Einrüsten stillschweigend entfernt". Wenige Tage später begann die Arbeit an einem Erlass, wonach dieser Lebensbaum
erhalten bleiben sollte.
 
Ebenso umstritten ist bis heute der Bewuchs durch Efeu, der nachweislich Schaden anrichtet, ganze Verschalungen vom Mauerwerk drückt.
Man entschied sich 1926, den Efeu völlig zu entfernen und, um den poetischen Zusammenklang von Natur mit der Ruine zu erreichen, pflanzte man den kleinblättrigen, kletternden Wilden Wein. Bedeutend waren die Arbeiten, die zur Absenkung aller Bodenniveaus auf mittelalterliche Höhe führten. Das Brunnenfundament wurde dabei entdeckt.

In der Kirche fand man Teile der originalen Fliesen. Kreuzgänge und Fürstensaal waren ebenfalls ausgelegt. Die vorgesehene Verlegung von Fußbodenfliesen wurde erst 64 Jahre später, nämlich 1992, vorgenommen. 1950 setzten nach dem Krieg erneut Erhaltungsmaßnahmen ein.
Man bemühte sich seitens der Forstverwaltung "mit altgewohnter Fürsorge auch die Umgebung des Klosters in Ordnung zu halten." Die gesamtdenkmalpflegerische Zielstellung, erarbeitet 1993, ergab einen Finanzbedarf von etwa 15 Mio. Mark zur Sanierung aller Schäden. Kloster Chorin ist neben der Bedeutung als Architekturdenkmal auch Bildungsstätte, Ort der Besinnung, des Gebets und kultureller Veranstaltungen.

Seit September 1997 ist das Amt Britz-Chorin Träger des Klosters Chorin und damit zeichnet erstmals jeder Bürger verantwortlich. Das 21. Jahrhundert wird dieses Ensemble übernehmen und sicher bleibt "die Erhaltung eines solchen Denkmals Pflicht, um den schönen Schmuck dem Lande nicht zu entziehen..." (Schinkel, 1817)
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