Kloster Chorin

Geschichte, Geist und Gegenwart

 

Spaziergang durch den Klosterpark

Das Klosterensemble Chorin ist heute eine Kombination von gotischem Baudenkmal und naturnahem Park. Zu jeder Tages- und Jahreszeit kann man sich hier bei einem Spaziergang entspannen und vieles entdecken.

Hagebuttenstrauch im Klosterhof

Die letzten einhundert Jahre prägten das heutige Gesicht. Der Forstbestand ging durch die Entwicklung in den Park über.

Wir finden zwischen Nettelgraben und Kloster auf kleinstem Raum zahlreiche Baumarten wie Buche, Trauben- und Stieleiche, Linde, Hainbuche, Erle, Esche,

"Situationsplan von Chorin" - Gartenplan von Peter Joseph Lenné

Rosskastanie, Birke, Robinie, Feld- und Spitzahorn, Balsampappel, Echte Mehlbeere, Gemeine Kiefer und Schwarzkiefer; in der Nettelgrabenschlucht Alt-Ulmenbestände (vermischt mit Naturverjüngung), Haselnuss, Pfaffenhütchen, Heckenkirschen und Alpenjohannisbeerbüsche.

Über den Erdboden kriechend breitet sich Immergrün aus, das sehr oft als Zeichen des Ewigen in der Nähe einer Klosterstätte zu finden ist. Offensichtlich haben die Mönche es hier im Mittelalter eingeführt.

Seltsames Lauch

Ebenso könnte es mit dem Klebsalbei sein, der aus dem Süden Europas stammt und im Juli/August eine gelbblühende Prachtstaude darstellt. Im Frühjahr bezaubern uns als erstes Winterlinge, gefolgt von Anemonen, Scharbockskraut, Veilchen, Blaustern und Leberblümchen. All diese Pflanzen stehen unter Naturschutz. Man sollte sie also nur mit dem Auge bewundern und sich an dieser inzwischen selten gewordenen Pracht erfreuen.

Das Seltsame Lauch wurde im 19. Jahrhundert in vielen Parkanlagen Brandenburgs eingeführt.

Sumpfdotterblumen

Efeu erklettert nicht nur Klostermauern, sondern auch Altbaumbestände, wie die Schwarznuss am Westflügel sowie Kiefern und Erlen am See. Auch er ist nach mittelalterlicher Mystik ein Symbol für das Dauerhafte und auf Grisaillescherben zu finden.

Waldmeister, Mondviole, Feldstiefmütterchen und Goldnessel wechseln sich ab mit Ehrenpreis, Mauerraute, Wilder Malve und Knoblauchsrauke. Letztere ist ein heute kaum noch bekanntes Gewürz für frische Salate.

Klosterpark

Es gibt ihnen den so beliebten Knoblauchgeschmack ohne den dazugehörenden kräftigen Geruch und ist bestens für Frühjahrskuren geeignet. Schönheit und Gesundheit vereinen sich in diesen pflanzlichen Kostbarkeiten.

Artenreich ist die Vogelwelt am Kloster: Bachstelzen, Amseln, Nachtigallen, Meisenarten, Grasmücken, Spechte, Kleiber und Fledermäuse seien genannt. Sie alle lassen sich, ebenso wie das im Kirchendach lebende Käuzchenpaar, von den zahlreichen Besuchern kaum stören.

Der Wald um Chorin

 Dem aufmerksamen Wanderer werden auch nicht die vielen Weinbergschnecken entgehen, die sich in Kleinstbiotopen des Klosterparks recht wohl zu fühlen scheinen. Hier bekommt man den Eindruck, dass sich Menschen und Natur doch ganz gut vertragen.

 

 

 

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