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davor liegenden Friedhof an einem sonnigen Nachmittag.
Oder Sie wandern um den Amtssee herum, um von Osten her langsam auf das Kloster
zuzugehen. Der Dachreiter, über der Vierung stehend, blickt über die belaubten Erlen hinüber zum See. Sie werden erstaunt sein, dass die Stille, die über dem Kloster liegt, selbst den Lärm der Bundesstraße verdeckt.
Wer genügend Puste hat, erklimmt den Hügel jenseits der Straße und genießt von Süden her den Blick aufs Kloster. Hier, wo heute ein Wald Schatten spendet, reiften einst die Kloster-Weintrauben.
 
Betritt man die Klosteranlage, sollte man sich Zeit nehmen. Spüren Sie den kleinen
Kostbarkeiten nach. Jeder der handgestrichenen Steine spricht für meisterhafte Handwerkstechnik. Genießen Sie das wechselvolle Spiel des wandernden Sonnenlichts und seiner Schatten. Da nur wenige Räume original erhalten blieben, spüren Sie einen Hauch der Erbauer am ehesten in den Kellerräumen. Wie haben die Menschen gelebt und gefühlt und gearbeitet - selbst bei strengster Winterkälte.

Kommen Sie nach Chorin zu allen Jahreszeiten und Ihnen erschließt sich, was die Menschen im
Mittel- alter hier geleistet haben! Chorin ist ein Ort Brandenburgischer Geschichte und eine
archäologische Befundschau - ein Beispiel für meisterhafte Baukunst,
Fremdnutzung, Zerstörung, Rekonstruktion und Erhaltung. Sie finden in Chorin einen Ort der Stille, einen Platz zum Gebet und im Sommer auch einen Ort mit
Vogelgezwitscher und Musik. Hier zeigt sich uns aber auch die Pflicht, Geschichte zu bewahren.
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